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::citronenfalter » nix warmduscher
nix warmduscher
27.January 2008 @ 19:39 argentinien, patagonia

“nur wo du zu fuss warst, bist du wirklich gewesen”
johann wolfgang von goethe

na wenn das nicht der ideale auftakt fuer einen tourenbericht ist!

sechs tage waren wir unterwegs, wie bereits erwaehnt unter idealsten wetterbedingungen. eigentlich hatten wir nur eine fuenf-tages-tour geplant, da das wetter nun so gut war, haben wir unterwegs entschieden einen tag dranzuhaengen und entsprechend unser essen rationiert - es hat sich gelohnt!

tag 1
die rucksaecke sind noch voll und schwer, die erste etappe haben wir daher nicht so weit und hoch geplant. wir gehen in knapp vier stunden zum base camp deagostini. dort bauen wir das zelt auf, laden unser gepaeck ab und gehen dann weiter zur laguna torre. als wir dort ankommen gibt’s nur eins: wanderfuesse in den gletschersee stecken und die bergwelt bestaunen - genial! wir fangen sogar einen eisbaeren eisberg :-) !

campamento base deagostini (spanisch)

tag 2
es geht weiter zum camp am poincenot - einem weiteren sehr schicken berg im fitz roy massiv. wir bleiben zwei naechte, da man von hier aus sehr schoene tagestouren unternehmen kann. und das haben wir vor - siehe tag 3.

vom zelt aus sehen wir direkt auf den cerro fitz roy - kennt jemand einen schoeneren zeltplatz?!

campamento base poincenot (spanisch)

tag 3
wir gehen zur laguna de los tres und von dort weiter auf den cerro maestri. wilde, wunderschoene geroellkletterei, da wir aber leider keinerlei tools dabei haben, geben wir knapp vor dem gipfel auf - zu riskant.
nach dem abstieg kommen wir wieder an die laguna de los tres und da es abends um 7 noch total warm ist und ausserdem noch lange hell, gehen wir erst einmal schwimmen. im gletschersee = doch keine warmduscher, ha!

was ein supergenialer tag!

tag 4
wir gehen weiter ins valle del río eléctrico (piedra del fraile). unterwegs machen wir einen abstecher zum gletschersee des glaciar piedras blancas. auch hier kraxelei vom feinsten, das macht laune. da wir die rucksaecke mit zelt, futter usw. dabei haben (wir muessen fuer die fortsetzung unserer wanderung den bach ueberqueren), wohl mit leicht gebremstem elan, aber wir haben unseren spass!

tag 5
am refugio piedra del fraile kann man auf der wiese zelten und es gibt sogar eine toilette, eine nette abwechslung. da wir heute einiges vorhaben, gehen wir frueh los. unser weg fuehrt uns ueber die hosteria pillar (kuchen!!!) zur laguna capri. nach knapp neun stunden zuegiger wanderei in bruetender hitze erreichen wir das ufer, schmeissen die rucksaecke in den sand und uns ins wasser - aaaaaah, genial!!!

tag 6
ausschlafen, reste verfruehstuecken und dann geht’s gemuetlich zurueck in die zivilisation.

kurz: sechs 1 a tage, bestes wetter, eine traumhafte landschaft und keine (nennenswerten) blasen an den fuessen - was will der wanderer denn mehr!

trotzdem, und nun wirds kurz noch ein bisschen ernst, denn bei all der freude wollen wir auch erwaehnen, dass dieses traumwetter insgesamt doch eher beaengstigend und besorgniserregend ist: die gletscher sind blank, keine niederschlaege, die sie abdecken und damit vor der sonne schuetzen. entsprechend tauen sie ganz gewaltig! viele baeche koennen bereits um die mittagszeit nicht mehr ueberquert werden, weil sie dann schon zu viel wasser haben. wir haben fotos von vor ein paar jahren gesehen: es ist sehr erschreckend, wie die gletscher abgeschmolzen sind. klimawandel also auch hier und das in einer region, die ihr trinkwasser quasi ausschliesslich aus den gletschern bezieht! ein weiterer grund fuer uns, mit den leuten ueber umweltschutz zu reden und mit gutem beispiel voran zu gehen, z.b. kein fitzelchen muell in der natur hinterlassen, alles wird wieder mitgenommen. den leuten hier erklaeren, dass es nicht schlau ist, das auto 20 minuten mit laufendem motor vor dem supermarkt stehen zu lassen usw.

umdenken bitte, damit wir in ein paar jahrzehnten auch noch gletscherbaeder nehmen koennen :-) !

-sabine
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